Das Buffet stammt aus dem Nachlass von Wilhelm Götz, nach dem in Korntal bei Stuttgart eine Straße und ein Kindergarten benannt sind. Wilhelm Götz (1878-1952) führte von 1909 bis 1941 zusammen mit seiner Frau Rösle den Großen Gasthof der Brüdergemeinde in Korntal. Von 1938 bis 1952 war er Vorsteher der Brüdergemeinde. Mit seinem Umzug in die Saalstraße 8 in Korntal zog auch das Buffet mit um. Nach dem Tod von Wilhelm Götz zog sein Bruder Gotthilf Götz mit einigen seiner Kinder 1961 in die Saalstraße 8. Gotthilf starb 1963, seine Tochter Ingeborg wohnte samt Buffet bis zu ihrem Tod 1985 in dem Haus. Nun erbte ihre Schwester Irene das Buffet und so zog es 1985 nach Esslingen am Neckar, wo es bis zu Irenes Tod 2025 in Gebrauch war.
Nicht verifiziert, aber auch nicht widerlegbar ist eine Erzählung, dass das Buffet vom Architekten des Großen Gasthofs entworfen wurde. Es ist auf jeden Fall kein Möbelstück, das von der Stange zu kaufen war, sondern ein aufwändig gefertigtes Einzelstück mit vielen herausragenden Merkmalen.
Allgemeine Merkmale:
– 183cm breit und 68cm tief, das Unterteil ist 100cm hoch und das Oberteil nochmal 92cm
– Das Buffet besteht aus dem Unterteil und dem aufgesetzten Oberteil.
– Es ist aus Massivholz gefertigt und entsprechend schwer.
Durch die Formgebung wirkt das Buffet auch in kleineren Räumen nicht wuchtig, bietet aber trotzdem eine Menge Stauraum.
Unterteil:
– 8-eckige Grundform, links und rechts nach hinten 2 Mal abgeschrägt
– 5 Türen
– über jeder Tür eine Schublade, entsprechend abgeschrägt gefertigt
– 3 Tablettauszüge, abenfalls an die Schrägen angepasst
– hinter der mittleren Tür 4 innenliegende Schubladen, auch diese aufwändig mit Schwalbenschwanzverbindungen gefertigt
– 8 gedrechselte Füße
– achteckige Kassetten in den Türen, in der Mitte geschnitzte Blumenornamente
– Beschläge aus dunklem Messing
– geschnitzte Verzierungen
Oberteil:
– im Mittelteil eine gewölbte Haube
– an den Seitenteilen zylinderförmige Türen (auch das Glas ist zylinderförmig)
– perlenartige, geschnitzte Verzierungen
Das Buffet hat nach 100 Jahren natürlich Gebrauchsspuren, vor allem auf der Ablagefläche des Unterteils. Ich habe in keinster Weise versucht, diese auf den Bildern dokumentierten Spuren zu entfernen.
Die Türen sind, wie ebenfalls auf den Bildern zu sehen ist, leicht verzogen, lassen sich aber abschließen. Ich habe das nicht anders in Erinnerung.
Sowohl in der Korntaler Saalstraße als auch in Esslingen stand das Buffet immer an Innenwänden und hat an der Rückwand keine Schimmel- oder Stockflecken.















































































